Training mit Erkältung - Vernünftig oder nicht?

Sport mit Erkältung
Sport mit Erkältung? - Quelle: Photo by Matthew Henry on Unsplash

Sport mit Erkältung?

Egal ob bei Wind, Regen oder Schnee. Viele von uns hält Schmuddelwetter nicht davon ab, trotzdem ins Gym zu gehen und zu trainieren. Doch gerade in den kalten Wintermonaten herrscht erhöhtes Erkältungsrisiko. Besonders dann wenn sich die meisten Pendler aufgrund des Wetters lieber in die U-Bahn drängen und das Auto daheim lassen. Da feiert der Bazillus schnell mal eine Party und lädt viele von uns dazu ein. Auch wenn wir getrost darauf verzichten können, trifft es uns alle einmal. Äußerst ungern lassen wir unser Training davon beeinflussen, doch wie viel Sport darf man mit einer Erkältung eigentlich machen? Oder verzichtet man besser ganz und kuriert sich richtig aus?

Leichte Bewegungen sind erlaubt

Vorab sollte jeder auf sein Körpergefühl hören. Hat man das Gefühl, dass das Training aufgrund der Erkältung eher zur Qual wird, sollte man sich nicht dazu zwingen. Denn der Sport könnte den Körper auf diese Weise eher belasten als einen Trainingseffekt zu erzielen. Man muss sich im Klaren sein, dass der Organismus bereits geschwächt ist und zusätzliche Belastung schaden kann. Wer unter Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten oder gar Fieber leidet, sollte zu Hause bleiben. Bei einem Schnupfen allerdings ist leichter Ausdauersport durchaus erlaubt, da die Schleimhäute besser durchblutet werden.

 

In diesem Fall dürft ihr walken, joggen, schwimmen und Fahrrad fahren. Auf extremen Ausdauer- und Kraftsport müsst ihr leider verzichten. Denn das Ausschwitzen der Erkältung ist leider ein Mythos und birgt vielmehr Gefahren. Mit leichten Bewegungen regt ihr euren Körper und das Immunsystem an und unterstützt diese im Kampf gegen Krankheitserreger. Doch welche Gefahren lauern auf euch, wenn ihr euch trotzdem auf euer gewohntes Trainingsniveau pusht?

Risiken bei Sport mit Erkältung

Das erste Übel ist ein Verschleppen der Erkältung. Ihr belastet den Körper doppelt und gebt ihm keine Chance zur Regenartion. Dann ist es einfach sinnvoller, sich zu gedulden, zu pausieren und auszukurieren. Ein weiteres Risiko ist, dass sich der Krankheitsverlauf verschlimmert. Aufgrund der zusätzlichen Belastung habt ihr den Körper angreifbarer gemacht, was er euch mit stärkeren Beschwerden heimzahlt.

 

Und dann ist da ja noch die Geschichte mit der Herzmuskelentzündung. Leider ist die Herzmuskelentzündung eine häufige und sehr ernst zu nehmende Folge, bei sportlicher Belastung trotz Erkältung. Die Symptome sind unterschiedlich und manchmal nicht eindeutig. Signale sind Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit und Luftnot. Wer dann nicht reagiert und zum Arzt geht, riskiert eine Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen, die auch zum Tod führen können.

Vollgas nach der Erkältung
Vollgas nach der Erkältung - Quelle: Photo by Meghan Holmes on Unsplash

Dann könnt ihr wieder loslegen

Habt ihr unter einem leichten Schnupfen gelitten, könnt ihr wieder mit dem Sport anfangen, wenn die Symptome ganz verschwunden sind. Hat euch allerdings ein Infekt mit Fieber aus der Bahn geworfen, macht ihr am besten nach Abklingen der Symptome eine weitere Woche Pause.

 

Achtet stets auf eine ausgewogene und vitaminhaltige Ernährung. Damit meine ich frisches Obst und keine Nahrungsergänzungsmittel mit dem Versprechen „Vitamine von A-Z“. Trinkt außerdem genügend Wasser. Dann bleibt ihr mit ein wenig Glück von der Wintergrippe verschont. Und wenn es euch dann doch erwischt, erholt ihr euch lieber und startet nach eurer Genesung so richtig durch. Wer es allerdings gar nicht aushält, der kann daheim die Yoga-Matte auspacken und leichte Gymnastik machen.

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