5 Gründe für eine Wettkampfteilnahmen

Ein Boxer geht auf den Boxring zu.
Kampfsportler auf seinem Weg zum Ring - Quelle: Photo by Attentie Attentie on Unsplash

Als Schüler einer Kampfkunst steht man irgendwann vor der Frage, ob man an einem Wettkampf teilnehmen soll oder nicht. Nicht für jeden ist das Erlernen einer Kampfkunst gleichzeitig mit der Teilnahme an Turnieren verknüpft, selbst Sparring ist für einige nicht von Interesse. Ein häufiger Grund ist die Angst vor dem harten Kontakt und Verletzungen. Wer sich in seiner Kampfkunst allerdings weiterentwickeln möchte, sollte sich die folgenden fünf Argumente für die Wettkampfteilnahme ansehen.

Nr.1 - Dein Trainer ist von dir überzeugt

Nach vielen Monaten schweißtreibenden Trainings kann es vorkommen, dass dein Trainer auf die zukommt und dich auf die Möglichkeit einer Wettkampfteilnahme anspricht. Wenn dies der Fall ist, darfst du davon überzeugt sein, dass er Potential in dir sieht. Solltest du von dir aus Rat in der Frage der Wettkampfteilnahme suchen, ist er wiederum dein erste und bester Ansprechpartner. Durch seine regelmäßige Trainingsbetreuung kann er am besten beurteilen, ob ein Wettkampf etwas für dich ist und ob dein Trainingsniveau vor eine Teilname ausreicht. Verlasse dich in diesem Fall ganz auf sein Urteilsvermögen.

 

Denn gute Trainer schicken ihre Schützlinge nicht einfach so in den Kampf. Erstens repräsentierst du seine Schule, zweitens trägt er dir gegenüber eine Verantwortung und drittens bringt es ihm nichts, seine Leute wahllos auf Kämpfe zu schicken. Andernfalls geht er das Risiko ein, dass diese klanglos untergehen und demotiviert ins Training zurückkommen oder den Sport aufgrund von Verletzungen und schlechten Erfahrungen sogar aufgeben. Bekommst du also seine Zusage und Unterstützung ist dies ein Zeichen für dein Können und sein Vertrauen in dich.

Ein Box-Trainer motiviert seinen Schüler mit dem roten Kopfschutz in der Ringecke.
Trainer coacht seinen Schützling - Quelle: Photo by Xuan Nguyen on Unsplash

Nr. 2 - Du willst kämpfen

Wie reflektierst du Kämpfe anderer? Stellst du dir vor, wie du selbst im Ring stehst und wie du an Stelle von einem der kämpfenden Athleten handeln würdest? Sollte dies der Fall sein, gehörst du mit Sicherheit zu den Menschen, die einen Wunsch nach einem Vergleich im Wettkampf verspüren. Mit wenig Worten: Wenn du den Drang nach einem Wettkampf verspürst, dann mach es! Und ganz sicher ist, wenn du kämpfen willst, dann wirst du einen Weg finden. Selbstverständlich ist immer noch der Rat und das Urteil des Trainers einzuholen. Besteht der Wunsch nach einer Wettkampfteilnahme, dann heißt das allerdings nicht, dass du sofort kämpfen musst. Vielmehr weißt du, auf welches Ziel du hinarbeiten kannst.

Nr. 3 - Du willst besser werden

Du trainierst nun schon eine ganze Weile und sicher macht es dir Spaß. Doch kennst du dein wirkliches Potential? Wenn du dich keinem Kampf stellst, wirst du nie herausfinden, wie gut du wirklich bist. Außerdem wirst du ohne Ringerfahrung nur ein bestimmtes Level erreichen, aber dich nie über eben diese Level hinaus entwickeln. Sei dir im Klaren, dass alle Situationen im Training konzipiert sind eine Situation zu simulieren. Doch ganz egal wie viele Situationen du durchspielst, im Vergleich zu einem richtigen Wettkampf liegen Welten dazwischen.

 

Der aufkommende Stress, der Umgang mit der Adrenalinausschüttung und die sich ständig wechselnden Ausgangssituationen stellen jeden vor neue Aufgaben und verlangen wesentlich mehr ab als simulierte Kampfsituationen. Hinzu kommt der Fakt, dass die Person im Wettkampf darauf aus ist, dich tatsächlich zu verletzen oder gar K.O. zu schlagen (je nach Wettkampfregel). Kampferfahrung wird dich neu formen und dich Dinge lehren, die im Kampf tatsächlich funktionieren und dir zeigen, wo sich die Theorie von der Praxis trennt. Denn leider kommt es nicht selten vor, dass theoretische Bewegungen und Techniken in der Praxis eher schwer anwendbar sind. Deshalb gibt dir ein Wettkampf alles, was es bedarf, um besser zu werden.

Zwei Muay Thai-Kämpfer kämpfen im Boxring. Der Kämpfer mit den schwarzen Handschuhen tritt den Kämpfer mit den orangen Handschuhen.
Wettkampfsituation - Quelle: Photo by Solal Ohayon on Unsplash

Nr. 4 - Du willst dich prüfen

Du trainierst, um besser zu werden. Doch wie eben schon angesprochen, weißt du ohne Wettkampferfahrung nicht, auf welchem Niveau du dich befindest. Vergleiche das Training mit einem Studium. Du lernst, um dich in einem Fach fortzubilden und besser darin zu werden. Am Ende jedoch muss sich jeder einer Prüfung unterziehen, um sein Können und Wissen zu bestätigen. Beim Kampfsport ist es nicht anders. Der Wettkampf ist der Test, die Zielgerade deiner Lernstrecke.

 

Doch anders als in den akademischen Prüfungen bedeutet ein verlorener Kampf nicht, dass du durchgefallen bist. Ganz im Gegenteil hast du den ersten Teil deiner Prüfung bereits bestanden, sobald du an einem Wettkampf teilnimmst. Zu Gewinnen oder zu Verlieren ist erst einmal zweitrangig. Eine Niederlage oder jeder kassierte Treffer zeigt dir, wo Verbesserungsbedarf besteht und hilft dir, dich weiter zu verbessern. Folglich wirst du mit jedem Kampf besser und solltest merken, wie du neue Fähigkeiten adaptierst und zu einem besseren Kämpfer wirst.

Nr. 5 - Du hast Wettkampfgeist

Besitzt du von Natur aus einen Wettkampfgeist, dann ist der Wettkampf die absolute Herausforderung und Vergleichsform für dich. Denn der Vergleich mit einer anderen Person, die versucht, dich niederzukämpfen, zu verletzen und eventuell K.O. zu schlagen, ist nicht zu toppen. Die Menschen mit natürlichem Wettkampfcharakter sind meist die Kämpfer, die von Anfang bis Ende eines Kampfes ihr Bestes geben. Das Ablehnen einer Niederlage treibt die Kämpfer zu Höchstleistungen und exzellenten Leistungen unter Stresssituationen an. Bist auch du jemand, der sich beim Sparring gerne mit anderen misst, dann nimm an einem Wettkampf teil! Eine bessere Vergleichsmöglichkeit wirst du nicht finden.

Natürlich ist die Teilnahme nicht zwingend eine Notwendigkeit, um Spaß an einer Kampfkunst zu haben. Viele finden ihre Erfüllung im Formenlauf oder ganz einfach in den Techniken und der Theorie. Außerdem ist der Wettkampf nicht für jedermann etwas. Doch viele sind sich weiterhin unsicher über eine Teilnahme. Daher schauen wir uns im nächsten Artikel fünf Gründe an, die gegen einen Wettkampf sprechen. 

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