5 Gründe gegen eine Wettkampfteilnahme

Ein junger thailändischer Junge als Muay Thai-Kämpfer
Junger Thaikämpfer im Ring - Quelle: Photo by Asa Rodger on Unsplash

Letzte Woche haben wir uns fünf Gründe angesehen, die für eine Wettkampfteilnahme im Kampfsport sprechen. Es gibt aber auch Menschen, die den Kampfsport lieben, aber gar nicht so sehr nach einem Kampf streben. Einigen stehen Aspekte wie gesundheitliche Fitness, Selbstverteidigung oder soziale Gründe im Vordergrund. Im Folgenden findest du fünf Gründe, die gegen eine Wettkampfteilnahme sprechen. Vielleicht bist du mit der aktuellen Trainingssituation bereits völlig zufrieden.

Nr 1. - Du willst nicht kämpfen

Die Sachlage ist recht einfach. Wer nicht kämpfen möchte, sollte auch nicht kämpfen. Denn im Grunde ist es nicht verkehrt, trainieren aber nicht kämpfen zu wollen. Der Kampf ist nicht jedermanns Sache. Außerdem bedeutet die Entscheidung, nicht kämpfen zu wollen nicht, dass man weniger männlich (oder keine starke Frau) oder gar ein Weichei ist. Im Vergleich zu anderen Personen, die sich ständig duellieren, liegen die Prioritäten einfach wo anders. Lass dich also niemals zu einem Kampf zwingen, wenn du es nicht möchtest.

 

 

Genauso habe deine Mitmenschen und Trainingspartner diese Entscheidung zu akzeptieren. Menschen, die nicht kämpfen wollen, werden nämlich nie die nötige Leistung erbringen, die für einen erfolgreichen Kampf nötig ist. Ein wunderbares Beispiel sind Kinder auf Wettkämpfen. Meist ist der Papa auch noch der Trainer oder jemand, der seinen Sohn zu einem Mann erziehen möchte. Folglich ist die Wettkampfteilnahme für den Sohnemann obligatorisch. Sollte der Gegner ein Kind oder ein Jugendlicher sein, der richtig Bock auf einen Vergleich im Wettkampf hat, dann kann sich jeder das Ergebnis selber ausmalen. Oft resigniert der Schwächere und Unmotivierte bis sogar das Handtuch geworfen werden muss.

Ein Boxer liegt im Boxring am Boden und wird vom Ringrichter angezählt.
K.O. im Ring - Quelle: Photo by Martin Kníže on Unsplash

Nr. 2 - Kämpfen ist nicht deine Priorität

Ganz egal wie sehr den Kampfsport liebst, am Ende bleibt es eine Freizeitaktivität. In unserer Gesellschaft ist es völlig normal, wenn man andere Prioritäten im Leben hat. Bei den meisten Menschen sind dies die Familie, die Arbeit und die Schule oder das Studium, die ein kontinuierliches Training erschweren. Willst du dich also auf einen Wettkampf vorbereiten, solltest du dir über die Gewichtung deiner anderen Pflichten bewusst ein. Denn nicht jeder kann die Zeit aufbringen, um sich entsprechend vorzubereiten.

 

 

Fühle dich wegen dieser anderen Verpflichtungen nicht schlecht oder bereue sie sogar, wenn du es deswegen nicht zu einem Kampf schaffst. Optimal sind Lebensabschnitte, in denen du keine familiären oder arbeitstechnischen Verpflichtungen hast, die deinen Fokus aufs Training stören. Andernfalls bist du auf die Unterstützung aus allen Richtungen angewiesen, für die du auf jeden Fall dankbar sein solltest.

Nr. 3 - Du hast gesundheitliche Probleme

Das Alter sollte niemals ein Grund sein, etwas nicht zu tun. Genauso wenig, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Allerdings haben einige Menschen gesundheitliche Beschwerden, die das Betreten der Wettkampffläche verhindern. Bei einem Wettkampf handelt es sich schließlich nicht um einen Spaziergang im Park und schwere Verletzungen könnten die Folge sein. Höre also auf deinen Körper und deine Gesundheit. Wenn jemand für deinen Körper und deine Gesundheit verantwortlich ist, dann bist du das ganz alleine. In diesem Fall verzichtest du eben auf die Wettkampfteilnahmen und erfreust dich ganz einfach an dem Fitnessaspekt, den der Kampfsport mit sich bringt.

Zwei Männer trainieren Boxen mit Schlagkissen in einem Sportraum.
Zwei Boxer beim Pratzentraining - Quelle: Photo by MARK ADRIANE on Unsplash

Nr. 4 - Du vergleichst dich ungern mit anderen

Der Wettkampf ist ganz einfach nicht für jeden etwas. Wenn du also gar keinen Wunsch verspürst, dich mit anderen zu messen oder dich selbst auf diese Weise zu beweisen, dann ist die Wettkampfteilnahme nichts für dich. An dieser Stelle kann ich nur erneut betonen, dass ein Kampf nicht verpflichtend für den Sport ist. Wer keinen Wettkampfgeist besitzt, wird sich niemals wohl fühlen, sich bis an die leistungssteigernden Grenzen zu bringen. Folglich wird das Ergebnis im Ring sehr ernüchternd ausfallen. Höre dann lieber auf deinen Instinkt und vermeide den Kampf.

Nr. 5 - Du trainierst für deine Fitness

Anders als in den asiatischen Ländern, spielt der Wettkampfgedanke im Kampfsport eine untergeordnete Rolle. Bei vielen Kampfsportlern steht der Fitnessaspekt im Vordergrund. Besonders Muay Thai Training gehört zu den Trainings, die die meisten Kalorien verbrennt. Da ist die Beliebtheit und hohe Teilnehmerzahl von Fitnessbegeisterten nicht verwunderlich. In diesem Fall ist es am wichtigsten, wenn du mit dem glücklich bist, was du machst und lass dich nicht zu Wettkämpfen überreden.

 

 

Am Ende ist zu sagen, dass du dir bei der Frage um eine Wettkampfteilnahme selbst im Klaren sein musst, was deine Ziele sind. Willst du so gut wie möglich sein, dann nimm an Wettkämpfen teil, da es ein weitere Schritt ist, dein Niveau zu verbessern. Liebst du den Sport wegen dem Fitnessaspekt, aber der Kampf ist nichts für dich, dann belasse es dabei. Du triffst die Entscheidung, mit der du am glücklichsten bist.

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