Fehlverhalten im Fitnessstudio – Top 10 - Part 1

Der Asphalt einer Straße von Oben. Auf dem Asphalt steht ein großer roter Pfeil und darunter das Wort Gym.
Der Weg ins Gym - Quelle: Photo by George Pagan III on Unsplash

1. Gathering der Fäkalkeime

Bereits einige Male hat sich meine Schwester über meine Fitnesshandschuhe lustig gemacht, da sie es eher als ein Fashion-Accessoire versteht und nicht als nützliches Tool, seine Hände zu schützen. Jeder der mit schweren Gewichten arbeitet kennt die Dinger, um seine Haut zu schützen und Schwielen zu vermeiden. Doch trage ich die Handschuhe nicht nur aus diesem Zweck alleine, sondern auch aus einem hygienischen Grund.

 

 

Nicht selten ist mir auf der Herrentoilette aufgefallen, dass sich einige männliche Sportler nach dem Toilettengang einfach nicht die Hände waschen. Egal, ob es sich um ein kleines oder großes Geschäft handelt, man(n) geht schnurstracks an die Trainingsgeräte oder Kurzhanteln. Jeder kann sich vorstellen, wie ekelhaft die Vorstellung ist, mit Geräten zu arbeiten, an dessen Griffen sich Fäkalkeime verschiedener Personen sammeln. Also bitte: Wascht euch nach dem Toilettengang die Hände, bevor ihr trainiert. Danke!

Zwei Hände unter einem Wasserhahn, um sich zu waschen.
Bitte wascht euch nach dem Toilettengang die Hände! - Quelle: Photo by Curology on Unsplash

2. Der Gasangriff

Kennt ihr das Gefühl? Man hat sich gerade rücklings mit zwei schweren Kurzhanteln auf die Hantelbank gelegt, winkelt seine Arme an und holt tief Luft, um die Gewichte zu stemmen, als plötzlich…ein richtig fieser Mock in die Nase zieht. Völlig irritiert lässt man die Gewichte fallen, kämpft mit einem Würgereiz und die Augen tränen. Was ist passiert? Der „Kollege“ auf der Hantelbank nebenan hat anscheinend eine auf Hochtouren laufende Verdauung und einfach in die Menge trainierender Menschen gefurzt.

 

 

An ein vernünftiges Training ist dann nicht mehr zu denken. Vielmehr möchte man die Fenster aufreißen, sofern welche vorhanden sind, und seine Lungen mit frischem Sauerstoff füllen. Okay, bei den Kräften, die beim Bankdrücken auf den Körper wirken ist so ein entwichenes Lüftchen schon zu verzeihen. Ich rede an dieser Stelle aber von echt fiesen Schleichern. Ist die Gefahr dann vorüber und man steckt endlich im nächsten Satz, schnürt einem auch schon der nächste Schleicher die Atemwege zu…wenn das passiert, dann ist das einfach nur boshaft. In dem Fall: Geh kacken Junge, aber lass uns in Ruhe!

3. Wie Aufräumen?

Dass unsere Gesellschaft an mangelnder Nächstenliebe leidet und generell wenig an seine Mitmenschen gedacht wird, ist ja nichts Neues. Dennoch stört es ungemein, wenn die Besucher im Fitnessstudio ihre Sachen nicht wegräumen. Das beste Beispiel ist wohl der Freihantelbereich. Nicht selten benötigt man eine Weile, um das passende Hantelpaar zu finden, da die Gewichte mitunter im ganzen Studio verteilt sein können. Man stelle ich also jemanden vor, der sich die für sein Training relevanten Gewichte herausgesucht hat und in eine andere Ecke im Studio gegangen ist, um in Ruhe zu trainieren. Okay, alles gut. Aber sobald er fertig ist, denkt er sich: „Scheiß auf die anderen.“, und geht. Ich kann die Gedanken solcher Menschen einfach nicht nachvollziehen!

 

 

Wir machen dort alle den gleichen Sport und kennen demnach alle die allgemeinen Wünsche der trainierenden Besucher. Wer also selbst unnötig lange nach seinem Hantelset suchen möchte, der sollte seinen Mist ebenfalls wegräumen. Ansonsten würde ich vermuten, dass diese Person keine ordentliche Erziehung genossen und die Grundprinzipien einer gut funktionierenden Gesellschaft nicht verstanden hat.

Aufgeräumter Freihantelbereich in einem Fitnessstudio. Im Hintergrund sieht man eine Frau, die trainiert.
Ein gut aufgeräumter Hantelbereich - Quelle: Photo by Danielle Cerullo on Unsplash

4. Handyzombies

Ja, ja, ein altes und leidiges Thema, ob in der Öffentlichkeit oder zu Hause. Der Handyzombie, oder nach Langenscheidt auch Smombie genannt (Wortkombination aus Smartphone und Zombie), ist allgegenwärtig. Er ist in der Regel durch sein ständiges Glotzen auf sein Mobiltelefon und vollkommene, geistige Abwesenheit zu erkennen. Auf der Straße oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln gehört er schon lange zum Alltagsbild. Aber was hat er denn im Fitnessstudio zu suchen?

 

 

Wenn jemand seine Musik beim Training hören möchte und dafür sein Smartphone bei sich trägt ist alles schick. Der Spaß hört dann allerdings auf, wenn diese Person einen Satz von zehn Wiederholungen macht und dann fünf Minuten auf sein Handy glotzt. Dadurch werden die Geräte unnötig lange besetzt und Leute, die wirklich trainieren wollen, sind genervt und müssen sich nach Alternativen umsehen. Das Gym ist für das Training da und nicht zum Chatten. Außerdem sollte sich die Person einmal Gedanken machen, dass sie vielleicht nicht richtig trainiert, wenn sie sich noch dermaßen aufs Handy konzentrieren kann.

Eine Hand hält ein weißes Smartphone mit dem Display nach oben.
Viele Fitnessstudio-Gänger können auch beim Training nicht auf ihr Handy verzichten - Quelle: Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash

5. Die Macht des Brunftschreis

In der bunten Welt des Tierreichs versuchen die Männchen mit ihren animalischen Lauten die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Das Ziel ist natürlich ein erfolgreicher Paarungsakt. Die animalischen Laute werden im Fachjargon auch Brunftschrei genannt. Witzigerweise hört man diese Schreie des Öfteren auch im Fitnessstudio, doch gibt es weit und breit keine Spur von einem Hirsch oder Gorilla. Schnell wird klar, dass das Tier im Manne erwacht ist und dieser die Aufmerksamkeit der anderen Besucher mit unüberhörbaren Lauten auf sich ziehen möchte.  

Dadurch hat er aber auch die Möglichkeit zu zeigen, wie kräftig und männlich er ist. Obendrein scheint er auf diese Art und Weise sein Selbstwertgefühl zu steigern. Wem dann doch mal die Stimme versagt, lässt alternativ mit voll Karacho die Gewichte auf den Boden sausen, damit es so richtig scheppert und jeder sieht, wie viel Gewicht er gerade gehoben hat. Besonders lustig sind die Exemplare, die ihre Kurzhantel noch von sich stoßen. Wenn man dafür noch genügend Kraft besitzt, dann hätte man die Gewichte auch normal absetzen können. Des Weiteren stelle ich mir folgende Frage: Was sagt dieses Verhalten über die Männer aus, die ihre Männlichkeit lauthals und scheppernd zur Schau stellen, wenn der Brunftschrei in der Tierwelt doch zur Paarung führen soll? Also im Freihantelbereich entdecke ich nur selten Frauen…hmmm.  

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