Fehlverhalten im Fitnessstudio – Top 10 – Teil 2

Im Vordergrund liegen drei Hantelscheiben auf dem Boden gestapelt. Auf der obersten Scheibe liegt eine Langhantel mit einem 5 Kg-Gewicht auf. Im Hintergrund sieht man einen großen Traktorreifen an die Wand gelehnt.
Ein gut aufgeräumtes Gym sorgt für ein entspanntes Training - Quelle: Photo by Evan Wise on Unsplash

In der Regel ist Fitness ein Sport für Einzelgänger. Dennoch ist man selten alleine in einem Sportstudio, was wiederum zu einem indirekten Miteinander führt. Gegenseitige Rücksicht und eine gute Atmosphäre wären also wünschenswert. Dennoch fallen manche Besucher immer wieder mit einem Verhalten auf, das das eigene Training negativ beeinflusst. Im ersten Teil dieses Artikels ging es um üble Gerüche, mangelnde Hygiene und die scheinbar natürliche Resistenz, benutztes Equipment wieder zurück an seinen Platz zu legen. Was sonst noch in die Kategorie „Fehlverhalten im Fitnessstudio“ fällt, erfahrt ihr im 2. Teil der Top 10 - Fehlverhalten im Fitnessstudio.

6. Der Adiletten-Fluch

Sicherlich ist jedem der neue „hippe“ Modetrend aufgefallen. Als modern und lässig wird er beschrieben, ja sogar als das neue perfekte Outfit für ein junges Arbeitsumfeld. Die Rede ist von den Adiletten, gepaart mit einem schicken Paar Tennissocken. Was damals in der Öffentlichkeit eher ein Zeichen von fehlendem Niveau war, überschwemmt nun das Alltagsbild. Selbst in den Fitnessstudios tragen hin und wieder Besucher stolz ihre Badeschlappen spazieren. Natürlich möchte man auch im Fitnessstudio modisch glänzen. Dennoch sollte man bedenken, dass die Mode in manchen Bereichen mit Funktionalität einhergehen sollte. So sorgt ein vernünftiger Sportschuh nicht nur für Komfort bei sportlichen Aktivitäten, sondern schützt unter Umständen auch die Füße, wenn mal ein schweres Gewicht drauffallen sollte.

Auf der Wasseroberfläche eines Pools treiben schwarze Badeschlappen.
Badeschlappen heißen nicht ohne Grund Badeschlappen und nicht Fitnessschlappen - Quelle: Photo by Wyron A on Unsplash

7. Er kam, sah und…nahm es sich

Man hat es oft in den Berichten über beliebte Urlaubsziele gesehen. Das Phänomen der Sonnenliegen-Besetzer am Pool. Früh morgens schon stehen sie auf und reservieren sich ihre Liege am Pool mit einem großen Badehandtuch. In ähnlicher Form gibt es dieses Phänomen auch in Fitnessstudios. Erst letzte Woche konnte ich gleich zwei Fälle an einem Tag beobachten. Scheinbar unbesetzt nähert sich ein Besucher einem Fitnessgerät und bereitet sich vor, seine Übung zu beginnen, als ganz plötzlich eine weitere Person herbeieilt und sich beschwert: „Ey, ich bin noch nicht fertig!“. Richtig, das Gerät war schon in Benutzung, nur war von dem Sportler weit und breit nichts zu sehen.

 

 

Denn nicht selten streifen diese Probanden nach einer Übung für mehrere Minuten in jeder Ecke des Studios umher, nur nicht in der Nähe des Geräts, das sie gerade besetzen. An dieser Stelle sei empfohlen, dass man zwischen den Sätzen keine all zu langen Pausen und Spaziergänge unternehmen sollte. Andernfalls ist es manchmal sehr schwer zu erkennen, ob sich etwas in Benutzung befindet oder nicht. Diese Art von Verhalten stört andere Trainierende und sowieso, warum blockieren, wenn man an einem anderen Gerät trainiert? Im zweiten Fall beanspruchte eine Person nämlich gleich drei Geräte.

 

Eigentlich turnte er an nur einem herum, natürlich auch noch mit einer Übung, die nicht dafür vorgesehen war, belegte ein zweites Gerät mit seinem Handtuch und lies dann anmerken, dass er auch ein drittes Gerät benutze, an dem jemand gerade seine Übung beginnen wollte. Da bleibt nur eines zu sagen: „3, 2, 1…meins!“.

8. Die Benutzung von Kopfhörern

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass es sich eher um ein persönliches Problem handelt und auch anderorts vorkommt. Dennoch möchte ich es erwähnen. Kopfhörer zu verwenden ist eine hervorragende Möglichkeit, das zum Teil schlechte Musikprogramm des Fitnessstudios auszublenden. Aber warum in Herr Gotts Namen benutzt man Kopfhörer, wenn man sein Workout mit einem oder mehreren Trainingspartnern machen geht? Denn witzigerweise, nehmen diese Personen die Stöpsel auch während der Gespräche nicht aus dem Ohr.

 

 

Okay, auch hier greift wieder der Modeaspekt, besonders mit den neuen Zahnbürstenköpfen oder auch AirPods genannt. Denn stecken diese Dinger erst einmal im Kopf, steigt der Coolness-Faktor um ganze 80 Punkte! Das Clevere an diesem Produkt ist zudem, dass man sich die Musik mit einem Paar dieser Kopfhörer teilen kann! Das heißt, dass dann beide jeweils einen Stöpsel im Ohr tragen.

 

Eine wunderbare Lösung also, wieder etwas zu teilen und sich nicht vollends voneinander zu isolieren. Außerdem kann man sich auch wieder unterhalten, denn das zweite Ohr ist ja frei! Man stelle sich also vor, dass auf dem einen Ohr die eigene Musik läuft, die Studiomusik in das andere Ohr dringt und mir mein Trainingspartner dann noch etwas erzählt…definitiv optimale Trainingsbedingungen, oder?

Vor einem schwarzen Hintergrund hängt ein Paar weiße In-Ear-Kopfhörer.
Kopfhörer sind das beste Mittel, sich von seinem Umfeld zu isolieren - Photo by Mateo Abrahan on Unsplash

9. Training in Alltagskleidung

Man muss ganz sicher nicht die neueste und modischste Trainingskleidung für sein Workout tragen. Aber ganz sicher erweist sich die eigene Alltagskleidung als untauglich. Hin und wieder sieht man jemanden, der in seiner Jeans und seinen Straßenschuhen trainiert. Das erste Problem, das sich heraus ergibt ist, dass eine Jeans niemals die notwendige Bewegungsfreiheit für ein gutes Training gewährleistet. Außerdem ist es schwer vorstellbar, dass man gerne seine Alltagskleidung vollschwitzt. Das zweite Problem sind die Straßenschuhe. Diese verteilen nämlich unnötig den hereingetragenen Dreck im Studio, welches das Studiopersonal mühsam versucht sauber zu halten.

10. Benutze ein Handtuch

Wenn so viele verschiedene Menschen das gleiche Trainingsgerät verwenden, dann steht Hygiene an oberster Stelle. Dazu gehört auch ein Handtuch, das man für gewöhnlich auf die Sitzfläche des Trainingsgerätes legt. Andernfalls hinterlässt jeder seine Schweißlache auf dem Gerät, in die sich dann der nächste hineinsetzt oder legt und das ist ziemlich ekelhaft. Ähnlich wie mit den Handschuhen dient das Handtuch gleichermaßen als Selbstschutz vor unsauberen Flächen. Es wäre darüber hinaus sehr wünschenswert, alle Flächen, die Hautkontakt hatten, nach der Übung sauber zu wischen. Für gewöhnlich bieten die Fitnessstudios dafür Reinigungstücher und Desinfektionsmittel an, sollte man sein eigenes Handtuch nicht dafür benutzen wollen.

Auf einem hellen Holzhocker liegen vier grüne Handtücher gefaltet aufeinander.
Mit einem Handtuch trainiert es sich sauberer - Quelle: Photo by Denny Müller on Unsplash

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