Ip Man 4 - The Final: Review

Auf dem Bild ist Donnie Yen als Wing Chun Meister Ip Man zu sehen.
Ip Man 4 - The Final - Quelle: Screenshout aus "IP MAN 4 | Trailer & Filmclip - Bruce Lee german [HD]. URL: https://www.youtube.com/watch?v=heD6fqbsLBs

Fans der Ip Man-Reihe waren sicherlich aus dem Häuschen, als bekannt wurde, dass es einen vierten Teil geben wird. Auch ich habe die Fortsetzung mit Spannung erwartet. Seit dem 5. März läuft der Film aus Hongkong nun auch in unseren Kinos. Was die Reihe verspricht und was der vierte Teil davon halten kann erfahrt ihr in dieser Review.

Die Story

 Wie zu erwarten dreht sich auch der vierte Teil der Ip Man-Reihe um den Gründer des chinesischen Kungfu-Stils Wing Chun. Mittlerweile alleinerziehend hat Ip Man es nicht einfach mit seinem pubertären Sohn, der immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Man empfiehlt dem Meister, seinen Nachwuchs auf eine ausländische Schule zu schicken. Wie der Trailer bereits verraten hat, verschlägt es den Meister damit nach Amerika. Dort möchte er sich selbst ein Bild von Land und Leuten machen, bevor er seinen Sohn auf eine Schule in den Vereinigten Staaten schickt.

 

Natürlich lassen die Probleme nicht lange auf sich warten, denn auch hier gilt „Anderes Land, andere Sitten“. Damit natürlich nicht genug, kreuzen auch noch schlagkräftige Männer auf, die sich mit Ip Man messen möchten, da seine Fähigkeiten über die Landesgrenzen Hongkongs bekannt sind. An dieser Stelle darf man ruhig das interessanteste Treffen im Film ansprechen, das ebenfalls im Trailer angedeutet wurde. Der Meister trifft auf seinen wohl bekanntesten Schüler, Bruce Lee.

Kwok-Kwan Chan spielt die Rolle des Bruce Lee und hält das Nun-Chaku in die Kamera.
Kwok-Kwan Chan spielt erneut Bruce Lee und schwingt gekonnt das Nun-Chaku - Quelle: Screenshout aus "IP MAN 4 | Trailer & Filmclip - Bruce Lee german [HD]. URL: https://www.youtube.com/watch?v=heD6fqbsLBs

Gewohnt gute Handkantenaction

Der vierte Ip Man-Film reiht sich stilistisch einwandfrei in die Reihe seiner Vorgänger ein. Die Kampfszenen sind das Werk des bekannten Action-Choreografen Yuan Woo-Ping und entsprechend faszinierend in Szene gesetzt worden. Neben Donnie Yen glänzen viele weitere bekannte und vor allem ausgezeichnete Kampfsportler mit ihren Leistungen. Neben Kwok-Kwan Chan, der Bruce Lee verkörpert, treten Chris Collins und Scott Adkins als Gegenspieler und harte Burschen der amerikanischen Armee auf. Alle vier Kampfsportler performen herausragend gut und es macht einfach Spaß, jedem einzelnen Schlagabtausch zuzusehen. Der Hongkonger Schauspieler Kwok-Kwan Chan verkörperte die Rolle des Bruce Lee aufgrund seiner Ähnlichkeit übrigens schon in Ip Man 3 und der Serie The Legend of Bruce Lee.

Auf dem Bild ist Chris Collins zu sehen, der einen weißen Karateanzug trägt und mit dem Zeigefinger in eine Richtung zeigt.
Chris Collins überzeugt im Karate Gi - Screenshout aus "IP MAN 4 | Trailer & Filmclip - Bruce Lee german [HD]. URL: https://www.youtube.com/watch?v=heD6fqbsLBs

Fazit

 Der Film ist erneut mit herausragenden Kampfsportlern besetzt. Vor allem auf den Auftritt von Scott Adkins habe ich mich gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch Donnie zeigt erneut, dass er die Kunst des Wing Chun sehr gut darstellen kann. Man muss dazu wissen, dass er den Stil für den ersten Teil extra erlernte und das Lob vieler Meister erhielt, da er die Kunst in der kurzen Zeit so gut gemeistert hatte. Dennoch hatte ich das Gefühl von Donnie Yen in der Rolle des Ip Man bereits genug gesehen zu haben, denn so viel Neues gibt es als Wing Chun-Meister dann doch nicht zu zeigen.

 

Umso erfreulicher empfand ich die Idee, Ip Man auf seinen Schüler Bruce Lee treffen zu lassen, der für abwechslungsreiche und nicht weniger spektakuläre Kampfszenen sorgt. Die Story dient allerdings als nettes Beiwerk, nicht mehr und nicht weniger. Im Endeffekt kehrt der vierte Teil thematisch an den Anfang zurück, bei dem Intoleranz und Rassenhass Grund der finalen Auseinandersetzungen waren. Dieses Mal sind es die Amerikaner, die die chinesischen Immigranten hassen und für Trouble sorgen. Zusätzlich wird die altbackene Fehde aufgerollt, in der geklärt werden soll, ob Karate oder Kungfu der bessere Kampfstil ist. Da es sich um einen chinesischen Film handelt, dürft ihr raten, wie das Ergebnis aussieht. Besonders durch die Inszinierung der Karatekämpfer bekommt der Film einen richtig guten Old School-Charakter, was mir sehr gut gefallen hat.

Mit den eben genannten Schauspielern bekommt der Film ein bisschen Pep, den Donnie Yen als Ip Man dann doch ein bisschen vermissen lässt. Während der Wing Chun-Meister im ersten Teil noch recht pfiffig drauf, zwar bescheiden aber kernig rüberkam, scheint er im Laufe der Zeit immer naiver und vor allem introvertierter geworden zu sein. Vielleicht ist diese Entwicklung auch als Folge seiner eigenen privaten Probleme zu deuten. Schließlich hat er seine Frau aufgrund einer Krebserkrankung verloren, Schwierigkeiten bei der Erziehung seines Sohnes und im vierten Teil schließlich erhält er selber eine Hiobsbotschaft, die keineswegs leicht zu verdauen ist. Dennoch wirkt Ip Mans Auftritt sehr ausgezehrt.

 

Daher begrüße ich es sehr, dass die Reihe mit dem vierten Teil seinen würdigen Abschluss findet.

Wie habt ihr den Film gefunden? Würdet ihr euch über eine weitere Fortsetzung oder Spin-Offs freuen oder sagt ihr auch, dass es mit dem vierten Teil gut gewesen ist? Hinterlasst eure Kommentare gerne weiter unten auf der Seite.

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