Kennst du Bruce Lee? - Ausstellungsreihe über das Leben einer Ikone

Auf dem Bild ist eine Action-Figur von Bruce Lee zu sehen. Das Bild ist in Schwarz-Weiß.
Kennst du Bruce Lee? - Quelle: Photo by Fervent Jan on Unsplash

Diese Frage ist das Motto einer sehenswerten Ausstellungsreihe im Wing Luke Museum of the Asian Pacific American Experience in Seattle, Washington. Das Langzeitprojekt erstreckt sich über mehrere Jahre und beleuchtet das Leben von Bruce Lee aus allen erdenklichen Blickwinkeln. Dieser Artikel gibt einen Überblick über den Umfang der Ausstellung.

 

Ein Drache in Seattle

Mit dem Motto Kennst du Bruce Lee? Erzählt das Wing Luke Museum erfrischende und bisher unbekannte Geschichten über den kleinen Drachen Li und seine Verbindung zur amerikanischen Stadt Seattle. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Bruce Lee Foundation, die 2002 von Bruce Lees Ehefrau Linda Lee und seiner Tochter Shannon Lee gegründet wurde. Vor diesem Hintergrund dürfen sich Besucher auf zahlreiche Ausstellungsstücke aus seinem Familienleben freuen. Die Folge ist ein tiefer und intimer Einblick in das Leben und die Philosophie von Bruce Lee sowie ein Überblick über die äußeren Einflüsse und Umstände, die ihn auf seiner Reise vom jungen Studenten in Seattle bis hin zur Weltikone formten.

 

Die Skyline von Seattle, Washington. Mit blauem Himmel.
Die Skyline von Seattle, Woshington - Quelle: Photo by MILKOVÍ on Unsplash

Eine Legende lebt

Bruce Lee lebt weiter…und zwar in unseren Herzen. So erfahren Besucher der Ausstellung unter anderem, dass Bruce Lee im Jahr 1999 vom Time Magazine als einer der einflussreichsten Menschen des Jahrhunderts genannt wurde. Er inspiriert auch so viele Jahre nach seinem viel zu frühen Ableben Millionen von Menschen aufgrund seiner bahnbrechenden Arbeit in den Kampfkünsten, dem Film und der Fitness. Doch war er viel mehr als nur ein Weltstar. Er legte die Messlatte für Kampfkünstler mit seinem One-Inch-Punch nicht nur höher, sondern brach mit seinen Fähigkeiten, seiner harten Arbeit und Bestimmtheit die damalige Einstellung der Amerikaner gegenüber den Asian-Pacific Americans.

 

Seattle als Teil seines Lebens

Während seiner Zeit in Seattle arbeitete Bruce Lee im Ruby Chow Restaurant, das 1948 eröffnete und das erste chinesische Restaurant außerhalb des damaligen Chinatown war. Des Weiteren eröffnete Bruce Lee in Seattle seine erste Kampfkunstschule, entwickelte dort die Basis seiner Philosophie und lernte seine Ehefrau Linda Lee kennen. Für Bruce Lee war Seattle eine Stadt sowohl mit Herausforderungen und Rückschlägen als auch der Möglichkeit, zu wachsen und sich zu entwickeln. Schlussendlich wurde die Stadt sein Zuhause.

 

Eine Ausstellung in vier Teilen

Die Langzeitausstellung ist bisher in vier Episoden unterteilt. Der erste Teil trug den Namen und Leittitel des Projekts Kennst du Bruce Lee? und öffnete seine Türen zwischen dem 4. Oktober 2014 und 6. September 2015. Der gute Vorsatz der Veranstalter war es, die Menschen, die Bruce Lee noch gar nicht oder nur aus seinen Filmen kennen, zu Hardcorefans zu verwandeln und das facettenreiche Leben von Bruce Lee greifbar zu machen.

Auf dem Bild ist das Titelbild des vierten Teils der Bruce Lee-Ausstellungsreihe zu sehen.
Titelbild des vierten Teils der Bruce Lee-Ausstellungsreihe - Quelle: https://www.wingluke.org/single-exhibit/?mep_event=129

Teil 1 – Kennst du Bruce Lee?

In der Eröffnungsausstellung standen die Philosophie, persönliche Briefe und Schriften, das Trainingsequipment sowie private Gegenstände von Bruce Lee im Fokus. Die Ausstellung umfasste ebenfalls Multimedia-Darstellungen, bisher unveröffentlichten Privatbesitz und Erinnerungsstücke, die das Leben des Kampfkünstlers in Seattle und dem Chinatown-International District, die Beziehung zu Linda Lee und ihrer Familie sowie seinen weltweiten Einfluss skizzierten.

Teil 2 – Kennst du Bruce Lee? Einreißen von Barrieren

Der zweite Teil der Ausstellungsreihe fand in der Zeit zwischen dem 3. Oktober 2015 und 4. September 2016 statt. Im Mittelpunkt stand der Eintritt Bruce Lees in die Filmindustrie und Medienwelt. Mit Produktionen wie Die grüne Hornisse und Enter the Dragon definierte er Stereotypen, riss Barrieren ein und leitete einen Wandel der medialen Perzeption ein, in dem er darauf bestand, Rollen realer Figuren anstatt Karikaturen eines chinesischen Mannes zu verkörpern.

 

 

Bruce Lees bekannter One-Inch-Punch inspirierte die Kuratoren der Ausstellung. So installierten sie eine interaktive One-Inch-Punch-Station für die Besucher, die sie gemeinsam mit der University of Washington entwickelten. Mit der Station waren die Besucher in der Lage, die Kräfte ihres eigenen One-Inch-Punches zu messen.

 

Ein Bild von Bruce Lee auf einer Mauer. Er vollführt einen Sprungtritt.
Bruce Lee wurde mit seiner Arbeit zur weltweiten Ikone - Quelle: Photo by Yaopey Yong on Unsplash

Teil 3 – Ein Tag im Leben von Bruce Lee

Der dritte Ausstellungsteil fand zwischen dem 01. Oktober 2016 und 11. Februar 2018 statt. Mit diesem Teil wollte man erforschen, was es benötigt, um „Bruce Lee“ zu werden. Mit den Exponaten bekamen die Besucher einen Einblick, welche Ziele sich Bruce Lee jeden Tag vornahm. Dabei ging es um seine Gewohnheiten, Routinen, Workoutstrategien, seine Kunst in Schrift und Bild sowie seine Zeit mit der Familie und Freunden. Die Ausstellung zeigte ihren Besuchern damit, wie Bruce Lee seine Ziele in seinem facettenreichen Leben realisierte und damit seinen Körper und seinen Geist vervollkommnete.

 

Teil 4 – Hier lebt ein Drache

Im aktuell laufenden vierten Teil der Reihe geht es noch einmal darum, wie er sein Leben in Seattle gestaltete. So widmete er seine Zeit dem Erlernen der englischen Sprache, traf seine zukünftige Frau und eröffnete sein erstes Kampfkunststudio. In diesem Rückblick wird noch einmal deutlich gemacht, wie das Leben in Seattle, einer Stadt der Innovationen und Unternehmer, Bruce Lee formte.

Die Originalinhalte und Texte findet ihr auf der Seite des Wing Luke Museum über diesen Link.

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